Rein physikalisch gesehen bleibt der Strom, der aus einer Steckdose kommt, immer gleich. Wie Wasser in einem großen See, steht in den Stromnetzen allen Abnehmern die gleiche elektrische Energie zur Verfügung. Diese unterscheidet sich jedoch grundlegend im Hinblick auf ihre Erzeugung und den damit verbundenen Umweltauswirkungen und Risiken.
In der öffentlichen Debatte wird häufig zwischen „grauem" und „grünem" Strom unterschieden. Grauer Strom wird zu einem Großteil aus fossilen und nuklearen Brennstoffträgern gewonnen. Als Grün wird der Strom bezeichnet der aus regenerativen Energien wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie, Geothermie und Biomasse stammen. Um im Bild des Sees zu bleiben, pumpen sämtliche Energieversorger ihren Strom in den See hinein. Wer von einem herkömmlichen Stromangebot zum Ökostrom wechselt, der trägt mit dazu bei, dass sich die Stromanteile im See verändern. Die größere Nachfrage nach Ökostrom sorgt für mehr Ökostrom-Angebote auf dem deutschen Energiemarkt und durch die verstärkte Entnahme von Ökostrom aus dem Stromsee wird auch dessen Nachfluss in den See gefördert. Das heißt je mehr Ökostromkunden es gibt, desto mehr regenerativer Strom aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse fließt in den See und umso geringer wird der Stromanteil, der aus konventionellen umweltschädlichen Kohle- und Atomkraftwerken bezogen wird. Leider ist die ganze Geschichte etwas komplizierter. Denn in Europa werden große Mengen Wasserkraft produziert, die bisher noch gar nicht als Ökostrom vermarktet werden. Durch sie kann die steigende Nachfrage nach grünem Strom gedeckt werden, ohne dass sich der Stromsee grundlegend verändert. Der Stromsee wird daher nur dadurch grüner, dass ein Ökostromanbieter gezielt den Ausbau umweltfreundlicher Kraftwerke fördert. Das vom WWF, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und dem Öko-Institut ins Leben gerufene ok-power-Label zertifiziert daher nur Produkte, die zu mindestens einem Drittel aus Anlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre und einem weiteren Drittel aus Anlagen, die nicht älter als 12 Jahre alt sind. Anlagen, die nach dem EEG gefördert werden, werden dabei nicht berücksichtigt. Auf diese Weise wird ein wirksamer „Neubaudruck" bei den Kraftwerksbetreibern entfacht und damit der Ausbau erneuerbarer Energien aktiv gefördert. Der Wechsel zu Ökostrom ist darüber hinaus eine energiepolitische Entscheidung und ein aktives Bekenntnis zu den regenerativen Energien und zur Energiewende. Je mehr Kunden sich für Strom aus regenerativen Energien entscheiden, desto stärker das Signal für die Forderung nach einer klima- und umweltfreundlichen Energiepolitik. Die Entscheidung für einen unabhängigen Ökostromanbieter bringt zudem Bewegung in die noch immer monopolartige Struktur unserer Energiewirtschaft. Jeder Ökostromkunde trägt zu mehr Wettbewerb bei. Erst so wird der Umbau des deutschen Energiemarktes hin zu einer ökologischen und dezentralen Energieerzeugung mit marktgerechten Preisen möglich. Neben der wachsenden Marktbedeutung durch wachsende Kundenzahlen, haben unabhängige Ökostromanbieter darüber hinaus bereits wichtige juristische Erfolge für einen fairen Markt erzielt. So erwirkte der unabhängige Ökostromanbieter Lichtblick 2005 ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes, das alle Netz-Betreiber zur Offenlegung ihrer Kalkulationen für die Netzentgelte verpflichtet. Die Netzentgelte, die Energieversorger für die Durchleitung des Stroms und Gases durch fremde Leitungen zahlen müssen, sind ein entscheidender Faktor für das Funktionieren des Wettbewerbs. Sie machen knapp ein Drittel des Strom- und ein Viertel des Gaspreises aus. Konsequent erstreiten unabhängige Ökostromanbieter immer wieder Gerichtsentscheidungen gegen Netzbetreiber, die ihren Konkurrenten den Zugang zum Strom- oder Gasnetz erschweren oder verweigern. Über eine umweltfreundliche Energieproduktion hinaus, benötigen wir ein neues Bewusstsein für unseren Energieverbrauch. Energie muss effizient genutzt werden, und die die verbraucht wird sollte klimafreundlich produziert werden. Quelle: lichtblick.de
Für weitere Infos klicken Sie bitte hier: LichtBlick ist der größte unabhängige Energieversorger Deutschlands. Das Hamburger Unternehmen versorgt bundesweit über 570.000 Kunden mit Ökostrom und einem klimafreundlichen Erdgas-Biogas-Produkt. 2009 haben LichtBlick und Volkswagen eine weltweit exklusive Energie-Partnerschaft unterschrieben. Gemeinsam steigen sie mit dem Vertrieb dezentraler ZuhauseKraftwerke in die intelligente und klimafreundliche Stromerzeugung ein.